BISHERIGE PREISTRÄGER
   

2017
Severin, Kleopha, Floriane und Viola Haslach
Klavier und Streichinstrumente

AND THE WINNER IS…

… die vier Geschwister Haslach aus Oy-Mittelberg, gefolgt von der gebürtigen Immenstädterin Sarah Knobloch und dem Kemptener Patrick Dumler. Die außergewöhnliche Verleihung des Jugendförderpreises, der alle zwei Jahre vom Rotary Club Kempten-Residenz verliehen wird, wurde zum ersten Mal gekonnt integriert in die Musical Gala „AND THE WINNER IS…“. Im gut gefüllten Stadttheater in Kempten ging die Musical Show am vergangenen Sonntag mit tosendem Applaus zu Ende.

Kempten, 31. Januar 2018 – Unter kräftigem Applaus und Bravo-Rufen ging vergangenen Sonntag, 28. Januar, die wohl außergewöhnlichste Musical Gala in der Allgäu-Metropole Kempten zu Ende. Die Eigenproduktion „AND THE WINNER IS…“ des Theater in Kempten (T:K) integrierte auf einzigartige Weise die Verleihung des 9. Jugendförderpreises des Rotary Clubs Kempten-Residenz und verlieh damit der Show im gut gefüllten Stadttheater eine ganz besondere Note.

Zusammen mit den smarten Jungs der Hamburger Kultband TANTE POLLY zeigten die Musicalstars Nina Janke, Stephanie Marin, Birgit Reutter und Corinne Steudler, was so alles bei einer Preisverleihung schief gehen kann, was die einzelnen Nominierten hoffen, welch harter Weg bisweilen hinter ihnen liegt, wie rauschhaft glücklich der Sieg macht und dass Siegen doch nicht immer alles im Leben bedeutet. Intuitiv und als Improvisationseinlage banden die Darsteller die jungen Preisträger in das Stück ein und schenkten den Zuschauern damit einen unvergleichbaren Abend.

Platz drei des Jugendförderpreises erhielt dabei Patrick Dumler für sein außerordentliches Engagement beim Technischen Hilfswerk. Als Pressesprecher des THW war er bereits bei vielen Einsätzen vor Ort, so beispielsweise auch 2015 beim G7-Gipfel in Elmau, als er hautnah im Sicherheitsteam von Angela Merkel, Barack Obama und Co. dabei sein durfte. 
Den zweiten Platz erhielt Sarah Knobloch, Vereinsgründerin von Lebenslang e. V. und Initiatorin des Projekts „Lebenslang“. Der gemeinnützige Verein hat sich zum Ziel gesetzt, das Thema „Sexueller Missbrauch“ zu enttabuisieren. So bietet Lebenslang e. V. einen Parcours für Schulen, Familienzentren und weiteren an, bei dem an verschiedenen Stationen Fakten, Gefühle, Anlaufstellen und ähnliches aufgezeigt werden, die zum Nachdenken anregen und so die Thematik zur Sprache bringen. 

Platz eins und damit die Gewinner des diesjährigen Jugendförderpreises waren die vier Geschwister Haslach aus Oy Mittelberg Severin, Kleopha, Floriane und Viola. Durch ihre starken Leistungen und ihr Talent im Bereich Klavier und Streichinstrumente, die sie unter anderem bereits mehrfach mit Platz 1 beim renommierten Wettbewerb „Jugend musiziert“ unter Beweis stellten, überzeugten sie die Jury gänzlich. Der Präsident des Rotary Clubs Kempten-Residenz, Herbert Singer, gratulierte zusammen mit der Jugendbeauftragten des Clubs Anke Richmann den vier Gewinnern herzlich und überreichte den mit 3000 Euro dotierten Preis. Besonderer Glanzpunkt war darüber hinaus die Einlage von zweien der Geschwister, Kleopha und Severin, die zum Abschluss „Le grand Tango“ von Astor Piazzolla zum Besten gaben und mit einem stürmischen Applaus belohnt wurden.

[Foto: Paul Thürwächter]

2015
Sarah Bucher, Sängerin und
Cengiz Bozkurt, soziales Engagement

Der Jugendförderpreis 2015 ging an die Sängerin Sarah Buchner (19) und den ehrenamtlichen Jugendarbeiter Cengiz Bozkurt (23). Damit wurden erstmals in einem Jahr 2 Preisträger für Leistungen in unterschiedlichen Kategorien gewürdigt.

Besonders schön war es, als Laudatoren Jugendförderpreisträger aus früheren Jahren wiederzusehen. Der Preisträger von 1998 Martin Babel beschrieb die Sängerin Sarah Buchner als „talentiert, zielstrebig, fleißig, kreativ, selbstbewusst, neugierig, mutig und sozial, aber ohne Starallüren“. Die Jazzmusikerin erhält seit ihrer Kindheit Musik- und Gesangsunterricht und ist seit 2012 Mitglied des Landesjugendjazzorchesters Bayern. Sie gibt regelmäßig Konzerte mit verschiedenen Formationen. Seit Oktober 2013 Jungstudium im Rahmen der Hochbegabtenförderung an der Musikhochschule Nürnberg, zur Zeit der Preisverleihung Studium im Hauptfach Jazzgesang an der Musikhochschule Würzburg. Sarah Buchner erhielt den Preis für ihre hervorragende Entwicklung als Jazzsängerin sowie ihre hochkarätigen musischen Leistungen. Sie freute sich über die ideelle und finanzielle Unterstützung, denn „Musik mache ich ja primär nicht für mich allein, sondern vor allem mit anderen und für andere Menschen“.

Der Jugendförderpreisträger von 2013 Mahmut Kabak hielt die Laudatio auf seinen Schulfreund Cengiz Bozkurt, der für sein soziales Engagement ausgezeichnet wurde. „Er ist zwar erst 23 Jahre alt, aber er räumt seit Jahren sprachliche Barrieren aus dem Weg.“ und unterstützt damit die Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Cengiz Bozkurt kümmert sich in seiner Freizeit um Kinder und Jugendliche. Im Bürgertreff Thingers leitet er aus eigener Motivation heraus eine Jugendgruppe, gibt Hausaufgabenhilfe, Unterstützung in Lebensfragen und moralischen Beistand im gesellschaftlichen Umgang, ganz nach seinem persönlichen Motto „wer heute aufgibt, hat morgen schon verloren.“

Festredner des Jugendförderpreises 2015 war Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes DOSB. Für Hörmann sind die Preisträger „ermutigende Zeichen in der Allgäuer Heimat, auch wenn die Welt gerade kopfsteht.“ Die feierliche Stimmung im Festsaal der Residenz in Kempten wurde unterstrichen durch den Gesang der Preisträgerin Sarah Buchner, die mit ihrem Laudator Martin Babel am Saxophon mehrere Lieder sang.

2013
Mahmut Kabak und
Marina Ponkratz, soziales Engagement

Im feierlichen Rahmen der 25 Jahr-Feier des Rotary Clubs Kempten-Residenz im Stadttheater Kempten wurde der Jugendförderpreis 2013 an Marina Ponkratz und Mahmut Kabak verliehen. Beide Preisträger haben „in hohem Maß Verantwortung in unserer Gesellschaft übernommen“ betonte Oberbürgermeister Ulrich Netzer und unterstrich damit die Würdigung des sozialen Engagements der beiden durch den Jugendförderpreis.

Marina Ponkratz ist seit 1996 in der Wasserwacht Kempten tätig und wurde unter anderem zur Rettungsschwimmerin und Wasserretterin ausgebildet. Darüber hinaus erhielt sie eine Sanitätsdienstgrundausbildung und erwarb selbst Ausbildungszulassungen für Rettungsschwimmen und Erste Hilfe. Seit 2008 leitet sie die Jugendarbeit der Wasserwacht Kempten und organisiert das Training und sonstige Aktivitäten der rund 50 Kinder und Jugendlichen. Die 24-jährige Wachleiterin engagiert sich darüber hinaus als Erste-Hilfe-Ausbilderin in Schulen und Kindergärten.

Mahmut Kabak engagiert sich in seinem Stadtteil Thingers und übernahm Vorstandsaufgaben beim Projekt „Jugendverein Thingers“. Unter anderem baute und verwaltete er zusammen mit anderen Jugendlichen ein Tonstudio in Thingers. Seitdem er 15 ist beteiligt er sich am Training der Nachwuchskicker beim SV Heiligkreuz und trainiert seit 2012 die Kindermannschaft U8. Mahmut Kabak beschränkt sich nicht auf das sportliche Engagement, sondern kümmert sich um „seine Kinder“ auch im privaten Umfeld. Als „Thingers-Kind“ kennt Mahmut Kabak die  Herausforderungen für die Heranwachsenden und möchte durch sein Engagement die Integration fördern und den Kindern unabhängig von ihrer Herkunft einen guten Weg in ihre Zukunft aufzeigen.

Die Festrede hielt in diesem Jahr Abtprimas Dr. Notker Wolf zum Thema „Jungen Menschen Wege in die Zukunft eröffnen“. Das Gebot sei, Jugendliche ernst zu nehmen, mit ihnen zu fühlen und zu denken und zuzulassen, dass sie ihre Grenzen ausloten. So wie beide Preisträger noch Jüngeren Wege aufzeigen, so ermutige und unterstütze auch der mit jeweils 1.500 EUR dotierte Preis Marina Ponkratz und Mahmut Kabak, ihre zukünftigen Wege weiterhin erfolgreich zu beschreiten.

2010
Sonja Winkle und
Natalie Bauer, soziales Engagement

Die Basis von Integration ist die Sprache. Vor diesem Hintergrund ist es uns nach intensiver Suche gelungen, ein geeignetes Projekt für unseren Jugendförderpreis 2010 zu definieren.

Natalie Bauer und Sonja Winkle, zwei siebzehnjährige Schülerinnen aus Kempten, engagieren sich in bemerkenswerter Weise 1 1/2 Jahre lang bei der Eingliederung von zwei jungen Mädchen aus Thailand in eine für sie völlig fremde Welt.

Mit ihrem tatkräftigen und selbstlosen Sprachtraining für Moonkarin und Satane leisten sie in ihrer Freizeit einen wertvollen Beitrag bei der Überwindung der Sprachbarriere und fördern damit die soziale Integration in unsere Gesellschaft. Hinzu kommt eine wertvolle und vorbildliche Hilfestellung im Alltag.

Dem Grußwort von Oberbürgermeister Dr. Netzer folgte die Laudatio von unserem Freund Alexander Hold, der den beiden Preisträgerinnen unsere Hochachtung für die erbrachte soziale Leistung übermittelte.

Als Festrednerin konnte die bayrische Justizministerin Dr. Beate Merk gewonnen werden, die durch ihre Anwesenheit an diesem Abend die gesellschaftliche Bedeutung unseres Projekts eindrucksvoll unterstrich.

Den musikalischen Rahmen des Festaktes bot das Mädchenchorensemble des Musikalischen Zentrum Altusried unter der Leitung von Hildegard Schwab-Heichele.

2007
Sabine Hegemann und
Birgit Wichert, soziales Engagement

„Das einzig wirklich wirksame Instrument der Pädagogik ist das gelebte Beispiel – also tun wir es“.

Mit diesem Appell nach  J.H.Pestalozzi beendete Weihbischof Losinger seine Festrede anlässlich der Preisverleihung des Jugendförderpreises 2007 und beschrieb damit gut das Engagement der Preisträgerinnen.

Die Schülerinnen Birgit Wichert und Sabine Hegemann der Fachoberschule (FOS) Kempten kümmern sich seit Jahren um ihre, seit Geburt blinden Mitschülerinnen, die Zwillinge Janine und Jessica Lenzenhuber. Im Unterricht sitzen sie nebeneinander und erläutern ihnen was auf der Tafel steht, Aufgaben bereiten die Preisträgerinnen didaktisch und methodisch verständlich auf, sie erleichtern den blinden Freundinnen den Unterricht.

Nur durch ihre selbstlose Unterstützung können die Zwillinge auf einer normalen FOS an das Fachabitur geführt werden. 

Ganz nebenbei haben Birgit und Sabine vorbildhaft dazu beigetragen, bei Lehrern und Mitschülern Vorurteile und Unsicherheiten im Umgang mit Blinden abzubauen, würdigte der Schulleiter Edwin Kunz die Preisträgerinnen in seiner Laudatio im festlichen Rahmen des Stadttheaters.

In seiner Rede betonte Präsident Detlev Michaelsen, dass die Auswahl der diesjährigen Preisträgerinnen nicht schwer gefallen sei, denn durch ihr selbstloses Dienen, ein besonders rotarisches Anliegen, zeigen sie außergewöhnliche soziale Kompetenz und Einsatz und hätten dadurch eine Vorbildfunktion für die heutige Jugend. 

2005
Johannes Bauer, Gitarrist

Den vierten, vom RC Kempten-Residenz im Jahre 2005 verliehenen Jugendförderpreis erhielt Johannes Bauer, der erst 16 Jahre alte Schüler des Hildegardis Gymnasiums Kempten und Schüler der Musikschule, für seine herausragenden Leistungen in der klassischen Gitarre.

Johannes wurde in Großwardein, einer kleinen Provinzstadt in Rumänien geboren und fand mit seinen Eltern und seinen zwei Schwestern in Kempten eine neue Heimat. Eigentlich wollte Johannes das Klavierspiel erlernen, doch die hohen Anschaffungskosten ließen das nicht zu und somit fiel die Wahl zwangsläufig auf die Gitarre.

Schon mit neun Jahren wurde Johannes Bauer ein sehr gutes Musikgehör und ausreichendes rhythmisches Gefühl attestiert. Später hieß es, er sei „bestens geeignet“ für eine musische Ausbildung und das hat sich in der Folge auch weiter ausgereift. In der Sing- und Musikschule Kempten lernt dieses junge Talent klassische Gitarre und Violine. Im Jahre 2003 kam dann der Durchbruch. Johannes Bauer wurde mit der klassischen Gitarre Bundessieger beim Wettbewerb „Jugend musiziert“.

Weitere Anerkennungen mit dem Rimmel-Stipendium oder das Dr. Schwiegelshohn-Stipendium dokumentieren die ausgerwöhnliche Begabung dieses jungen Musikers.

Der von uns ausgelobte Preis wurde im Rahmen eines feierlich gestalteten Abendprogrammes in Anwesenheit der Presse überreicht. Dabei gab der junge Preisträger auch Kostproben seines musikalischen Könnens und erntete dabei viel Applaus. „Wenn die spätere berufliche Entwicklung eng mit Musik verbunden wäre, der Weg und mein Ziel würden sich erfüllen“ so der Preisträger in seinem Dankeswort.

2003
Tobias Hantmann, Maler

Tobias Hantmann wurde 1976 in Kempten geboren und studierte nach dem Abitur am Allgäu-Gymnasium an der Hochschule für Künste in Berlin bei Georg Baselitz und an der Kunstakademie Düsseldorf als Meisterschüler bei Jan Dibbets.

Nach seinen Akademiejahren entstanden Aquarelle und Collagen, so zum Beispiel „heimelige“ Allgäuer Landschaften, Bäume, aber auch Stadtansichten und Teppichbilder.

Unseren Preisträger für bildende Kunst des Jahres 2003 fanden wir über seinen Kunsterzieher am Allgäu-Gymnasium, Herrn Horst Heilmann. In der Verleihungsurkunde würdigten wir die Leistungen von Tobias Hantmann:

„In Anerkennung seiner beeindruckenden künstlerischen Entwicklung; mit überragendem Leistungskursabschluss 1996 am Allgäu-Gymnasium unter Horst Heilmann. Sein ausgezeichnetes, wegweisendes Darstellungsvermögen ist kreativ, eigenständig und eigenwillig: Diese Fähigkeiten sind preiswürdig“.

2000
Susanne Schütz, Violinistin

Susanne Schütz wurde 1976 in Kempten geboren. Ab 1990 war sie Jungstudentin im Fach Violine bei Angela Sinell am Richard Strauss-Konservatorium in München und begann 1995 ihr Studium bei Prof. Thomas Brandis an der Universität der Künste in Berlin.

Im Jahr 2000 absolvierte sie das Diplom mit Auszeichnung und wurde zur Lehrtätigkeit als Assistentin von Prof. Brandis berufen, wo sie 2003 ihr Studium mit dem Konzertexamen beendete.

Als Solistin mit vielfachen Auszeichnungen, als regelmäßiger Gast bei den Berliner Philharmonikern und beim Münchner Kammerorchester widmet sich Susanne Schütz gegenwärtig besonders der alten und neuen Musik.

Im Jahre 2000 wurde die junge Geigerin aus Altusried auf Grund ihrer eindrucksvollen Leistungen im Fürstensaal der Residenz als Preisträgerin mit unserem Jugendförderpreis ausgezeichnet.

1998
Martin Babel mit seiner Bigband

„Babel and the Goodmen“, das  sind 25 Jahre Bigbandpower aus Kempten.  

1987 kam Martin Babel, damals noch Schüler am Allgäu Gymnasium, auf die Idee, seine ersten Erfahrungen aus der Jazz-Abteilung der Stadtkapelle Kempten eigenständig aufzubauen. Er suchte sich seine ersten Mitstreiter unter seinen Schulfreunden für eine kleine Jazzband. Die grosse, klassische Bigbandbesetzung präsentiert sich heute vor allem auf Konzerten, z.B. im Rahmen des Kemptener Jazzfrühlings oder anderen Kulturveranstaltungen.

Anlässlich unserer 10jährigen Charterfeier im Thronsaal der Kemptner Residenz erhielten Martin Babel and the Goodmen am 24. Oktober 1998 unseren ersten Jugendförderpreis.